Logo_breit

Keramik

Töpfer betreiben das älteste Gewerbe der Welt. Die ältesten Keramikfiguern, die gefunden wurden, sind 24.000 Jahre alt. Ihre Schönheit und Perfektion faszinieren auch heute noch.

Vermutlich wurde Ton als Material für Töpferware unabhängig von einander in unterschiedlichen Kulturen entdeckt.

Die ältesten Gefäße aus der japanischen Jomon-Kultur wurden auf 13.000 vor Beginn der Zeitrechnung datiert. In China wurden in einem Höhlengrab die vermutlich ältesten Keramiken gefunden, die sogar auf 20.000 Jahre geschätzt werden.

In der modernen Zeit wird Geschirr industriell hergestellt. Um so wertvoller sind Handfertigkeiten, die die alten Techniken bewahren und Dinge produzieren, die in ihrer Einmaligkeit etwas besonderes sind.

Auf Töpfermärkten gibt es fast ausschließlich handgearbeitete Keramik, gedreht und modelliert, präsentiert von den Töpfern persönlich.

Keramik ist wohl das vielseitigste Produkt im kunsthandwerklichen Bereich. Geschirr, Vorratsbehälter, Gefäss, Dekoration, Objekt - mit Ton lässt sich alles machen. Gedreht auf der Scheibe oder modelliert in der Hand kann ein Batzen Lehm in jede denkbare und viele undenkbare Formen gezwungen werden. Handwerklich ist die Scheibentöperei, bei dem der Lehmklumpen auf der Scheibe im Form gedreht wird, bildhauerisch dient der Lehm dazu, Figuren oder Dinge entstehen zu lassen.

Zusammen mit der Glasur, deren Zusammenstellung eine Wissenschaft für sich ist, erhält das Material beim Brennen die Härte und Gebrauchsfähigkeit, die den Menschen seit Urzeiten dient.

line

Töpfereien

Töpfereien fallen in Deutschland unter das Handwerksrecht. Eine Werkstatt muss in der Handwerksrolle eingetragen sein, und Keramikerinnen und Keramiker haben eine Ausbildung in Form einer  Lehre, den Gesellenbrief, mehrere Gesellenjahre und bis vor Kurzem den Meisterbrief nachzuweisen, wenn sie sich selbständig machen und selbst ausbilden wollen. Mit der Neuordnung des Handwerksrechtes gehört das Töpferhandwerk zu den Berufen, bei denen der Meister nicht mehr zwingend vorgeschrieben ist.

Doch Keramik ist nicht nur Handwerk, sondern auch Kunst, und es gibt sehr viele Keramikerinnen und Keramiker, die keinen Meister haben. Eine Töpferin oder ein Töpfer kann sich für die Kunst entscheiden und hervorragende Keramik herstellen, ohne eine Prüfung abgelegt zu haben. Doch auch hier muss Professionalität, Können, Erfahrung gezeigt werden.

Neben der handwerklichen Fertigkeit des Drehens bzw. Modellierens, Giessens und Formen des Tons spielt die Alchemie der Glasuren eine wesentliche Rolle. Hier sind Kenntnisse in Chemie, über Feuer und den Einfluss der Temperatur wichtig, ganz zu schweigen vom Wissen über die Schädlichkeit gewisser Metalloxide.

Eine gewisse Vorbildung, eine Lehre, die Ausbildung in einer Fachschule ist daher in jedem Fall sinnvoll, um sich die Grundlagen der Technik an der Scheibe, der Glasurzusammensetzungen und des  Brennens anzueignen. Hobbykurse reichen in der Regel nicht aus, um qualitativ hochwertige Keramik herstellen zu können.

Gute Veranstalter wählen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sorgfältig aus. Sie verlangen von den Bewerbern Nachweise über die Qualifikation.

Handelsware und industriell gefertigte Keramik sollte grundsätzlich nicht zugelassen werden, wenn es sich um einen wirklich hochwertigen Töpfermarkt handeln soll. Giesskeramik ist Teil des Töpferhandwerks, doch sollten die Giessformen vom Töpfer selbst entworfen und hergestellt sein und nicht aus billigen Massenproduktionen stammen.

Auch gewisse Formen der Aufbaukeramik, wie sie oft in Kursen oder geselligen Beisammensein erstellt wird, hat auf einem professionellen Töpfermarkt nichts zu suchen. Um Keramik aufzubauen oder zu  modellieren, gehört mehr Können als nur hobbymäßige Beschäftigung mit dem Material.

line
Schale

Die Vielfalt der Keramik

  • Geschirrkeramik
  • Zierkeramik
  • Gartenkeramik
  • Aufbaukeramik
  • Keramikobjekte
  • Keramikplasiken
  • traditionelle Keramik
  • zeitgenössische Keramik
  • Raku
  • Keramikmosaiken
  • Keramikschmuck

Veranstaltungen für den gehobenen Geschmack bedeuten bei Töpfermärkten:

  • Professionell arbeitende Keramiker, die eine fundierte Ausbildung genossen haben
  • ein breites Spektrum der verschiedenen Möglichkeiten keramischen Schaffens
  • Giess- oder Eindrehkeramik nur nach sorgfältiger Prüfung
  • Keine industriell hergestellte Keramik